Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Sprengung von gelösten Felsbrocken an der Petershöhle bei Hartenstein 24.05.2015
  THW beseitigte Gefahr für Wanderer und Spaziergänger

HARTENSTEIN - Am Samstag, den 9. Mai 2015 führte das THW OV Nürnberger-Land zusammen mit der Fachgruppe Sprengen des OV Forchheim an der Peterhöhle im Hartensteiner Forst eine Sprenung von zwei gelösten Felsbrocken durch. Die Feuerwehr Hartenstein unterstützte bei den Arbeiten.

Am Donnerstag, den 7. Mai 2015 wurde der THW Ortsverband Lauf-Nürnberger Land durch das Forstamt, das für die Hartensteiner Oberberge zuständig ist, darüber in Kenntnis gesetzt, dass es im Hartensteiner Forst einen Felssturz gab. Daraufhin wurde am Nachmittag die Stelle mit dem zuständigen Amt und dem Forstbetrieb erkundet. Zwei Felsbrocken, jeweils in der Größe eines Kleinwagens und mehrere Kubik kleiner Felsbrocken hatten sich von der Felswand gelöst und waren ins Tal gestürzt.

Vermutlich waren die starken Regenschauer der vergangen Tage die Ursache für den Abgang. Bei dem Abgang der Felsen wurde ein großer Felsbrocken von einem Baum aufgehalten. Durch den Aufprall wurde der Wurzelteller leicht aus dem Boden gehoben und schwer beschädigt. Somit konnte nicht mehr gewährleistet werden, dass der Baum noch länger den Druck des Felsen standhält. Da bei einem Umstürzen des Baumes der dahinterliegende Felsbrocken ebenfalls mit abstürzen würde, sah sich das zuständige Forstrevier veranlasst, hier tätig zu werden.

Durch diese Situation bestand erhöhte Gefahr für Wanderer und Spaziergänger, da sich unterhalb der Absturzstelle drei Wanderwege befinden. Vor Ort wurden mit dem Forstamt mögliche Einsatz-optionen für das THW durchgesprochen, um die Gefahr zeitnah zu bannen. Auf Grund der steilen Hanglage war ein Einsatz großer Maschinen undenkbar.

Am Freitag morgen wurde Kontakt zu der im befreundeten Ortsverband Forchheim stationierten Fachgruppe Sprengen aufgenommen. Freitagmittag wurde die Schadenstelle mit den Kameraden der Fachgruppe und dem Revierleiter erkundet. Nach der Erkundung wurden alle Möglichkeiten intensiv mit allen Beteiligten und der Polizei durchgesprochen. Letzendlich blieb nur die Option des Sprengens, um die Gefahr zu beheben.

Anschließend wurden gleich durch die anwesenden Sprengberechtigten die notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet, durch den Ortsverband Lauf die Feuerwehr, der Bürgermeister und der benachbarte Ortsverband Sulzbach informiert, um die Sprengung am nächsten Tag durchzuführen können.

Am frühen Samstagmorgen trafen sich die Helfer in der Unterkunft des Ortsverbandes Lauf, nach einer kurzen Morgenbesprechung rückte man gemeinsam Richtung Hartenstein aus und traf sich vor Ort mit den Kameraden der Feuerwehr Hartenstein und des Ortsverbandes Sulzbach. Die Feuerwehr Hartenstein unterstütze mit ortskundigen Helfern, der OV Sulzbach mit einem geländegängigen Kleinfahrzeug.

Vor Ort erfolgte die Lageeinweisung durch den Einsatzleiter und eine Sicherheitsbelehrung durch den Sprengmeister. Durch den Sprengmeister wurde eine Sprengladung am Baum angebracht, um so den Baum zu fällen und den Fels zu Tal zu bewegen. Ein Sicherheitsbereich von 300 Metern um die Sprengstelle wurde durch alle beteiligten Helfer abgesperrt und geräumt. Nachdem sichergestellt war, das sich niemand mehr im Gefahrenbereich befindet, konnte die Sprengung eingeleitet und gegen 11.25 Uhr durchgeführt werden.

Die Sprengung des Baumes lief erfolgreich. Der Felsbrocken liegt jetzt an einer sicheren Stelle, eine Gefahr besteht nicht mehr.

Bericht und Fotos: THW OV Nürnberger-Land

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