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Sechs Einsätze binnen 48 Stunden für die Laufer Feuerwehr 23.03.2015
   

LAUF (DB2) - Viel zu tun hatten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Laufer Feuerwehr in den vergangenen Tagen. Vom 19. bis 21. März 2015 mussten sie binnen 48 Stunden insgesamt sechs Mal ausrücken.

Die Serie begann mit einem Verkehrsfall auf der BAB A9 zwischen den Anschlussstellen Lauf-Nord und Lauf-Süd. Insgesamt fünf Fahrzeuge waren an der Karambolage beteiligt, das Trümmerfeld erstreckte sich über alle drei Fahrspuren, so dass die Fahrbahn in Richtung München für rund zwei Stunden komplett gesperrt werden musste. Alle Unfallbeteiligten konnten noch vor Eintreffen der Feuerwehren aus Heuchling und Lauf aus ihren Fahrzeugen befreit werden, zwei leicht- und eine schwerverletzte Person wurden vom Rettungsdienst in umliegende Kliniken transportiert. Neben der Absicherung der Unfallstelle, kümmerten sich die beiden Wehren um den erforderlichen Brandschutz, banden ausgelaufene Betriebsmittel und leuchteten die Einsatzstelle für die Unfallaufnahme weiträumig aus. Anschließend wurde der Verkehr zweispurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

 

Am darauffolgenden Freitagmorgen wurde der Rüstwagen der Laufer Feuerwehr gleich zwei Mal zu einer CO²-Ausströmung nach Schnaittach alarmiert. Beide Male hatte eine festinstallierte CO²-Warnanlage im Keller einer Gaststätte ausgelöst. Während bei der ersten Meldung kein Eingreifen der Laufer Einsatzkräfte erforderlich war, kam beim zweiten Alarm ein Atemschutztrupp mit einem Mehrgasmessgerät mit CO²-Sensor zum Einsatz. Die ursächliche Gasflasche wurde von einem Trupp der Schnaittacher Wehr ins Freie verbracht und kontrolliert abgelassen.

Gegen 14 Uhr folgte mit der Meldung "Kaminbrand in der Burggasse" der nächste Einsatz. Erstmals wurden hierbei - gemäß der kürzlich überarbeiteten Alarmplanung, die für den kritischen Altstadtbereich einen doppelten Kräfteansatz vorsieht - neben der Laufer Feuerwehr auch Einheiten aus Heuchling und Rückersdorf alarmiert. Die Maßnahme zeigte sich als äußerst wirkungsvoll: nach einer Verpuffung in einer Heizung konnten drei Trupps aus Lauf und Heuchling das Gebäude rasch auf Personen und einen möglichen Brand kontrollieren, während seitens der FF Rückersdorf ein Sicherungstrupp bereitstand. Ein Löscheinsatz war nicht erforderlich, wegen einer erhöhten Kohlenmonoxid-Konzentration im Keller- und Erdgeschoss des Gebäudes kam neben einem elektrischen Überdrucklüfter auch ein Be- und Entlüftungsgerät zum Einsatz.

 
     
 

Keine fünf Stunden später musste die Laufer Wehr erneut im Stadtgebiet ausrücken und einer Familie zu Hilfe eilen. Die Eltern hatten sich ausgesperrt, während ihr Baby schreiend alleine in der Wohnung saß. Den Einsatzkräften gelang es zügig, die Wohnungstüre von außen zu öffnen und das Kind in die Hände seiner erleichterten Eltern zu übergeben.

Am darauffolgenden Samstagnachmittag folgte der sechste und vorerst letzte Alarm. Erneut war es auf der BAB A9 zu einem Verkehrsunfall gekommen, diesmal zwischen einem Pkw-Transporter und einem BMW zwischen den Anschlussstellen Lauf-Nord und Schnaittach, weshalb die Feuerwehren aus Neunkirchen am Sand und Lauf alarmiert wurden. Beide Fahrzeuge kamen auf der linken Spur - der BMW entgegen der Fahrtrichtung - zum Stehen, so dass gemeinsam mit der Autobahnmeisterei zwei Fahrspuren in Richtung Berlin gesperrt wurden. Der leichtverletzte BMW-Lenker wurde durch die Feuerwehr bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes erstversorgt. Nach dem Abschleppen der Unfallfahrzeuge und der Reinigung der Fahrbahn endeten zwei einsatzreiche Tage für die Laufer Feuerwehr.

 


Bericht: FF Lauf
Fotos:
FF Lauf, Pegnitz-Zeitung

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