Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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LKW droht umzustürzen 19.03.2015

Leutenbach (DB1)  – Am Dienstagnachmittag geriet ein Pellettransporter aufgrund eines Ausweichmanövers zu weit ins Bankett und drohte umzustürzen.

Selbstbefreiungsversuche und helfende Landwirte mit Traktoren scheiterten. Die Feuerwehren Ellenbach und Hersbruck mussten den LKW sichern bis schweres Gerät einer Fachfirma zum Bergen anrückte. Nach fünf Stunden konnten die Feuerwehrkameraden wieder einrücken.

Ein gutgemeintes Ausweichen eines LKW-Fahrers auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Ellenbach und Leutenbach zieht nun hohe Bergungskosten hinter sich nach.
Der Fahrer war auf der einspurigen Straße einem entgegenkommenden Auto aufs aufgeweichte Bankett ausgewichen. Dieses gab dem Gewicht des LKWs nach. Dem Geschick des Berufskraftfahreres zu danken stürzte der Pellettransporter nicht hangabwärts um. Seinen Aussagen zufolge sei er sehr langsam weiter gerollt und als er merkte, dass er ins Rutschen geriet, ließ er sein Fahrzeug ausrollen statt zu bremsen.
Letztendlich wusste er sich nicht mehr anders zu helfen, als um 16:56 Uhr die Feuerwehr zu alarmieren.

Unter der Leitung von KBI Herrmann und dem Ellenbacher Kommandanten Werner Bleisteiner war rasches handeln der Ellenbacher und Hersbrucker Kameraden mit schwerem Gerät notwendig.  

Um das hangabwärts drohende Umstürzen des Pelletstransporters zu verhindern, blieb aufgrund der gegebenen Lage nur eine Sicherung mittels der Seilwinde des Hersbrucker Rüstwagen als Lösung.
Ein Unterbauen auf der Talseite war aufgrund des zu weichen Untergrundes nicht möglich. Außerdem bestand die Gefahr, dass der LKW jederzeit auf die Mannschaft, welche den materialintensiven Unterbau hätte einbringen müssen, stürzt.
 
Schließlich gelang es trotz verschiedener Anbauten am Transportkessel das Fahrzeug auf der Talseite zwei Mal am Fahrzeugrahmen anzuschlagen und mittels Gurten über den Kessel in Form eines Kräftedreiecks an der Seilwinde des Rüstwagens anzuschlagen. Zusätzlich wurde dieser mit einen weiteren schweren Fahrzeug hintersichert.

Der Gefahrenbereich um den verunfallten LKW wurde weiträumig abgesperrt.  
Da sich das Eintreffen des Bergeunternehmens bis in die Dunkelheit hinziehen würde,  wurde die Einsatzstelle mit dem Lichtmast des RW, einem Powermoon  und einem Lichtstativ ausgeleuchtet.  

Während der gesamten Einsatzdauer leiteten Kameraden der Feuerwehr Ellenbach den Verkehr über die Südstadt-Leutenbachstraße um. 

Nach der aufwändigen Bergung mit einem Kran, konnte der Einsatz nach knapp 5 Stunden beendet werden.

Anwesende Einheiten:
KBI Herrmann
KBM Weidinger, KBM Marienfeld
FF Hersbruck: MZF, DLK, HLF, RW, V-LKW
FF Ellenbach: TSF
POL
Bergeunternehmen

Bericht und Fotos: FF Hersbruck


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