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24h-Tag bei der Feuerwehr Feucht 19.10.2011

FEUCHT (DB 3) - Einmal 24 Stunden Feuerwehrler sein, das war der Wunsch der Jugendgruppe der Feuerwehr Feucht. Die Jugendwarte fanden die Idee toll und bekamen auch sofort Unterstützung durch Führung und Mannschaft der aktiven Wehr.

Nach längeren Vorbereitungen trafen sich schließlich an einem Samstagnachmittag 12 Jugendliche und ihre Betreuer, um zunächst einmal den Unterrichtsraum in einen Schlafsaal umzufunktionieren. Anschließend begrüßte Kommandant Hausmann alle Teilnehmer und wünschte viel Spaß.

 

Erster Programmpunkt war eine Stationsausbildung, bei der die Jugendlichen alle wichtigen Geräte und Fahrzeuge kennen lernten, die sie in den kommenden Stunden evtl. noch brauchen würden. Der Einsatz von Rettungsgeräten und Hebekissen wurde ebenso gezeigt, wie das richtige Absichern einer Unfallstelle. Die Jugendlichen konnten selber mit anpacken und Theorie in die Praxis umsetzen.

 

In der verbleibenden Zeit bis zum Abendessen wurden gemeinsam lustige Teamspiele gespielt. Allerdings ließ dann der erste Einsatz nicht lange auf sich warten. Die Funkmelder piepsten und über den Hauslautsprecher tönte die Durchsage: „Verkehrsunfall Munastraße“. Kaum war der letzte Ton verklungen, sausten die Jugendlichen bereits zu den Spinden, legten ihre Schutzkleidung an und besetzten die Fahrzeuge. Kurz darauf ging es mit dem Rüstzug zur Einsatzstelle, wo alle demonstrieren konnten, was sie bereits gelernt hatten. Mit aktiver Unterstützung ihrer Helfer zerlegten sie fachgerecht den verunfallten PKW, um die eingeklemmte Person schonend zu befreien. Weiterhin wurde die Einsatzstelle abgesichert, der Brandschutz sichergestellt und ausgelaufener Treibstoff abgebunden.

 

Wieder zurück im Gerätehaus hatten alle erst mal einen Bärenhunger und ließen sich leckere Nudeln schmecken. Danach stand ein Videoabend auf dem Programm. Während einige der Teilnehmer schon gemütlich auf ihren Betten lagen, waren andere immer noch putzmunter und warteten schon aufgeregt auf den nächsten Einsatz. Der kam dann auch tatsächlich gegen 23.00 Uhr. Gemeldet wurde eine vermisste Person in einem Waldstück. Ausgerüstet mit Handscheinwerfern bildeten die Jugendlichen zusammen mit den Betreuern eine Suchkette und gemeinsam drang man in den stockdunklen Wald vor. Während einige furchtlos voranschritten, war es anderen nicht ganz so geheuer. Nach einigen hundert Metern fand man schließlich die vermisste und verletzte Person in hohem Gras. Mit einer Trage wurde der Patient schonend zu den Fahrzeugen transportiert.

Spätestens nach diesem Einsatz waren alle so müde, dass jeder nur noch in sein Bett fiel. Einige der Jugendlichen rechneten dennoch fest damit, dass auch in der Nacht ein Einsatz kommen würde und stellten sich sogar alle halbe Stunde den Wecker, um ja nicht zu tief einzuschlafen. Als schließlich um 02.00 Uhr nachts wieder die Funkmelder piepsten, sprangen jedoch nicht nur die Jugendlichen schlaftrunken aus ihren Betten. Auch die aktiven Feuerwehrleute waren unterwegs, denn diesmal waren sie selbst gefordert, ihr Können zu zeigen. Es handelte sich nämlich um einen echten Einsatz bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der Autobahn. Einige Jugendliche konnten das jedoch nicht glauben und die Jugendwarte hatten alle Hände voll zu tun, sie davon abzuhalten, selbst mit auszurücken. Als die „Großen“ nach über zwei Stunden zurückkehrten, schliefen die meisten aber bereits wieder tief und fest. Für die Betreuer gab es allerdings keinen Schlaf mehr. Sie mussten gleich wieder ran, um das Programm für die folgenden Stunden vorzubereiten, welches mit einem Brandeinsatz begann. Das Löschen des großen Holzstapels mit drei Strahlrohren wurde aber ebenso routiniert gemeistert, wie die Einsätze zuvor.

Nachdem „Feuer aus“ gemeldet wurde, trafen sich alle im Gerätehaus zu einem kräftigen Frühstück. Anschließend stand die Pflege und Wartung der verwendeten Geräte und Fahrzeuge auf dem Plan.

Nach getaner Arbeit wartete schon das Mittagessen und jeder wunderte sich, wie schnell ein Tag doch vergehen kann.

Mit vielen interessanten Eindrücken zeigten sich sowohl Betreuer als auch Teilnehmer äußerst zufrieden über den 24-Stunden-Tag. Vor allem die Jugendlichen freuten sich schon auf das nächste Mal.

Bericht und Fotos: FF Feucht

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