Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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BF-Tag der Jugendfeuerwehren Schwarzenbrucks 9.10.2011

SCHWARZENBRUCK - Am Wochenende 10./11. September 2011 fand bei der FF Schwarzenbruck ein BF-Tag der Jugendfeuerwehren Lindelburg, Rummelsberg und Schwarzenbruck statt.

Am Samstag um 9 Uhr begann die 24h-Schicht für die insgesamt 16 Feuerwehranwärter. An einem solchen BF-Tag spielen die jugendlichen Teilnehmer einen Arbeitstag der Berufsfeuerwehrleute nach, bei dem zu unerwarteten Zeiten Alarmierungen ausgelöst werden.

Das Organisationsteam dieses BF-Tages unter der Federführung von Florian Bayer aus Schwarzenbruck bestand aus Jörg Großner und Sandra Haubner aus Rummelsberg, Markus Heyder und Robert Hörner aus Lindelburg, Sonja Schmidt aus Schwarzenbruck und Dominik Rauch vom BRK Feucht, also den Jugendwarten und -betreuern der beteiligten Feuerwehren sowie des Bereitschaftsleiters des BRK Feucht.

In vier Sitzungen und einem Informationsabend für die Eltern der Jugendlichen wurden im Vorfeld die Details erarbeitet und bekannt gemacht. Nach der Begrüßung und Gruppeneinteilung erfolgte eine ausführliche Erläuterung der Fahrzeuge, damit die notwendigen Geräte in fremden Fahrzeugen im Einsatz schnell gefunden werden.

Kurz später ertönte das erste Alarmsignal. Flächenbrand in Rummelsberg. Alle Kräfte rückten aus um ein Feuer auf der Wiese bei der Phillippuskirche in Rummelsberg zu löschen. Am Rande der Löscharbeiten musste auch noch ein "verunfalltes" Kind versorgt werden. Bei diesem "Einsatz" wurden die Feuerwehren durch das BRK Feucht/Schwarzenbruck unterstützt. Unter ständiger Aufsicht von erfahrenen Feuerwehrleuten wurden alle Einsätze ohne Gefährdung der Jugendlichen abgewickelt. Nach dem ersten Einsatz hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich die Umgebung des Schwarzenbrucker Feuerwehrhauses in knapp 30m Höhe aus dem Korb der Rummelsberger Drehleiter aus zu betrachten.

Für Verpflegung war bestens gesorgt. Die Fördervereine aller beteiligten Wehren bezuschussten den BF-Tag großzügig. Die Öffentlichkeitsarbeit der Rummelsberger spendierten zudem Gebäck und Semmeln.

Beim zweiten Einsatz wurde die Einsatzgruppe des Lindelburger Fahrzeugs zu Katzenrettung von einem Baum alarmiert. Die Steckleiter des Tragkraftspritzfahrzeugs reichte allerdings nicht aus, so dass die Drehleiter aus Rummelsberg nachalarmiert wurde. Damit gelang die Tierrettung in kurzer Zeit. Für die Jugendlichen ein wahres Erlebnis. Zeitlich parallel beseitigten die restlichen Einsatzkräfte eine Ölspur auf dem Waldweg zwischen Lindelburg und dem Ochenbrucker Industriegebiet. Schnell war die mit Kakaopulver simulierte Ölspur mit Besen und Schaufel beseitigt.

In der einsatzfreien Zeit erhielten die Jugendlichen eine Einweisung in die Handhabung der hydraulischen Rettungsgeräte, die sie in dieser Schicht noch einsetzen sollten.

Zum vierten Einsatz, der Rettung einer ertrinkenden Person aus dem Fröschauer Weiher, waren wieder alle Einsatzkräfte, inkl. BRK alarmiert. Schnellstens musste das Schlauchboot zum Einsatz gebracht werden um den "Ertrinkenden" zu retten. Die freien Einsatzkräfte kümmerten sich derweil um eine "gestürzte" Person, die sich das "Bein gebrochen" hatte.

Nun folgten zwei Alarmierungen in kurzem Abstand. Der eine Teil wurde nach Rummelsberg zu einem Brandmeldereinlauf alarmiert, während der andere Teil zu einer Personenrettung über Drehleiter gerufen wurde. Der Brandmelderalarm stellte sich als Fehlalarm heraus, so dass die Kräfte zur Drehleiterrettung nachrücken konnten. Auf dem Drehleiterkorb wurde zuerst die Aufnahme für die Krankentrage montiert. Damit wurde der "Patient" schonend aus dem Obergeschoss auf die Straße transportiert und dort dem BRK übergeben.

Beim sechsten Einsatz musste nach Einbruch der Dunkelheit eine eingeklemmte Person aus einem Pkw befreit werden. Als Opfer fungierte ein BRK-Mitglied sehr realistisch. So manchem Jugendlichen war zeitweise nicht klar, ob die Schmerzschreie nicht doch echt sind. Nach dem Unterbauen des Fahrzeugs, Öffnen der Fahrertüren und Abnehmen des Dachs konnte der "Patient" schließlich schonend gerettet und dem BRK übergeben werden.

Noch vor dem Wecken kam der letzte Alarm dieser Schicht. Im Ortsteil Gsteinach brannte lichterloh ein Holzstoß. Nach Aufbau einer Wasserversorgung löschten die Jugendlichen das Feuer schnell ab.

Nach dem letzten Einsatz und dem nahen Ende des Dienstes stand das Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft auf dem Dienstplan, d.h. alles aufräumen und gebrauchten Geräte säubern, prüfen und ordnungsgemäß in den Fahrzeugen verstauen. Anschießend gab es endlich Frühstück. Mit dem Dank an alle Beteiligten verabschiedete Florian Bayer die Jugendlichen, die müde aber sichtlich begeistert den Heimweg antraten.

Weitere Bilder auf der Homepage der FF Schwarzenbruck (www.ff-schwarzenbruck.de)

Bericht und Fotos: FF Schwarzenbruck

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