Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Großbrand vernichtete Denkmal-Anwesen
14.11.2006

DEINSDORF (Lkr. AS) - Am frühen Sonntag morgen bemerkte ein Nachbarin des denkmalgeschützten früheren "Steinbauer-Anwesens" neben dem Morgendunst dicke Rauchschwaden aus dem Dachstuhl quellen. Trotz raschen Eingreifens der Feuerwehr mit dem Einsatz von über 100 Aktiven konnte das Haus nicht gerettet werden.

Der Notruf 112 ging nach Lauf, wo sofort die Wehren im östlichen Bereich mit Hersbruck sowie die Amberger Zentrale verständigt wurden.

Die als erste anrückende Weigendorfer Wehr, deren Kommandant Jürgen Haas die Einsatzleitung übernahm, konnten nur versuchen, die in unmittelbarer Nähe stehenden Wohnscheune des "Seminarhauses Deinsdorf" gegen ein Übergreifen des Feuers zu schützen.

Der örtlich zuständigen Wehr war bekannt, dass das Anwesen leer stand, da der "Verein Justus" als Nutzer nur zu Renovierungsarbeiten tagsüber zugegen ist. Mit Einsatz der inzwischen eingetroffenen Stützpunktwehren aus Hersbruck und Neukirchen sowie weiterer zehn Wehren mit insgesamt über 100 Feuerwehrlern aus der ganzen Umgebung konnte das Nachbargebäude abgeschirmt werden.

Mit Wasser aus den Tanks der Löschfahrzeuge, den Hydranten und später der von der FF Hersbruck über einen Kilometer lang gelegten Schlauchleitung vom Lehenbach her versuchte man die Eindämmung des Großfeuers, was aber nur bedingt gelang.
Das verschlossnen Anwesen konnte wegen der Feuersbrunst in allen Geschossen nicht betreten werden. Als dann auch noch der ganze brennende Dachstuhl des mehrgeschossigen Giebels ins Innere des Gebäude stürzte, erhöhte sich die Gefahr.

Mit dem Korb der Hersbrucker Drehleiter, die auf ihre Maximallänge von 30 Metern ausgefahren wurde, wagten sich zwei Wehrleute in die Nähe der stehen gebliebenen Kamins und rissen diesen mit einem Einreishaken um. Ebenso wurde der obere Teil der beiden Giebel mit Seilen zum Einsturz nach innen gebracht.

Die Maßnahmen der Feuerwehr verfolgten sowohl der zur Brandstelle geeilte Weigendorfer Bürgermeister Georg Schmidt als auch die beiden Kreisbrandräte Franz Iberer(AS) und Bernd Pawelke (Nbg.-Land) an der Spitze ihrer Kreisbrandinspektoren und -meister.

Die Brandursache ist noch nicht bekannt und wird von den Spezialisten der Kripo Amberg ermittelt.

Bericht: Hersbrucker-Zeitung
Fotos:
FF Hersbruck

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