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Zwei Einsätze fordern Feuerwehr Hersbruck 22.09.2006

 

BEHRINGERSDORF/HAPPURG - Zu zwei Einsätzen wurde die Feuerwehr Hersbruck am 14.09.2006 und am 20.09.2006 alarmiert. Einmal musste in Behringersdorf ein Pferd geborgen werden, in Happurg kam es zu einem schweren Verkehrsunfall.

Pünktlich zum ersten Schultag, am späten Dienstagabend eilte die Feuerwehr Hersbruck der FF Behringersdorf bei einer Pferderettung zu Hilfe. Als ein Röthenbacher Fußgänger den 22 Jahre alten Hengst Lemmon in der Pegnitz stehen sah traute er seinen Augen nicht. Lemmon war am steilen Ufer der an seiner Weide angrenzenden Pegnitz scheinbar abgerutscht und in den Fluss gefallen.
Per Handy setzte er sofort einen Notruf ab.

Die Polizeiinspektion Lauf alarmierte daraufhin die FF Behringersdorf. Der stellvertretende Kommandant erkannte schnell die Lage und gab Rückmeldung an die Inspektion, fragte an wer spezielle Kenntnisse und vor allem wer zeitnah ein Tierrettungsgeschirr für Großtiere einsätzen kann.
Diesen Funkspruch hörte KBM Weidinger. Er und einige Hersbrucker Kameraden befanden sich zu einer Übung am Gerätehaus Hersbruck. Die Feuerwehr Hersbruck ist die einzigste Feuerwehr im Landkreis Nürnberger Land die ein solches Geschirr Einsatzbereit mitführt. Sie konnte damit erst vor einigen Wochen ein Reitpferd befreien, das durch eine Holzbrücke bei Ottensoos gebrochen war. Nach Rücksprache mit der Feuerwehr Behringersdorf rückten die Hersbrucker in Richtung Behringersdorf aus.

Das Spezialgeschirr wurde an dem entkräfteten Hengst angelegt. Dabei war äußerste Vorsicht angesagt, da der Hengst des Öfteren ängstlich aufscheute und ausschlug.
Unter Aufsicht und Ratschlägen eines Tierarztes wurde mit Hilfe eines Traktorfrontladers der seitlich gedrehte Hengst angehoben und über die Uferböschung aus der Pegnitz gezogen.

Zunächst blieb der völlig erschöpfte und frierende Lemmon liegen. Nach der Behandlung durch den Tierarzt und vielen Streicheleinheiten der Reitstallbesitzerin richtete er sich langsam auf und drehte geführt seine Runden über die Weide.

Am darauf folgenden Tag gegen 16.30 ereignete sich bei der Ortseinfahrt von Happurg ein schwerer Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen, wobei eine Person eingeklemmt wurde.

  Die PI Lauf alarmierte daraufhin die Feuerwehren Happurg und Hersbruck.
Bereits während der Anfahrt, kurz vor der Einsatzstelle kam der Funkspruch die Person sei bereits befreit. Aufgrund der Erfahrung in den letzten Jahren fuhren der ELW, das TLF und das LF die Unfallstelle an. Die FF Happurg war kurz zuvor eingetroffen. An der schnell befahrenen, schlecht einsehbaren Kreuzung standen viele Fahrzeuge und Personen. Außer dem Notarzt war noch kein Rettungsdienstpersonal anwesend. Eingeklemmt war niemand mehr.

Bei dem Unfall wurde eine Person schwer, drei leicht verletzt. Die Feuerwehr Happurg war bereits dabei die dringend notwendige Unfallstellenabsicherung vorzunehmen.
Da sich im Hersbrucker Löschfahrzeug außer den in Erster Hilfe geschulten Kameraden auch Rettungssanitäter befanden übernahmen sie, unter Einweisung des Notarztes, die Versorgung der Leichtverletzten.

Der Verkehr auf der Staatsstrasse wurde von Osten durch die FF Happurg und im Norden und auf der B14 durch die FF Hersbruck umgeleitet. Der Abschnitt an der Unfallstelle wurde für zwei Stunden total gesperrt.

Ausgelaufenes Öl und die Aufräumarbeiten übernahmen die Kameraden der Feuerwehr Happurg.

Zum vermutlichen Unfallhergang:

Eine junge Pommelsbrunnerin kam mit ihrem Opel von der B14 und wollte in den Ort abbiegen.
Dabei übersah sie einen entgegenkommenden Alfa Romeo. Dessen Lenkerin, eine 32-Jährige aus Hersbruck, konnte nicht mehr bremsen. Ihr Wagen prallte frontal in die rechte Seite des Opel. Dadurch erlitt die Beifahrerin der Unfallverursacherin, ebenfalls eine junge Pommelsbrunnerin, schwere Verletzungen.

Nach einer 180-Grad-Drehung beschädigte der Corsa dann einen an der Kreuzung stehenden Audi eines 52-jährigen Kainsbachers am Heck. Der Alfa wiederum geriet auf die Gegenspur und stieß mit einem aus Richtung B14 kommenden BMW zusammen. Der Alfa wurde quer auf die steile Böschung geschleudert und blieb dort liegen. Der Sachschaden wird von der Polizei auf ca. 12.000€ geschätzt.

Anwesende Einheiten:

KBM Pawelke, KBM Weidinger, KBM Werthner
FF Happurg mit MTW, LF8/6
FF Hersbruck mit KdoW, TLF16/25, LF16/12, RW2

Rettungsdienst NEF, 3 RTW, OrgEL
Polizei

Bericht: FF Hersbruck
Fotos:
FF Hersbruck, Hersbrucker Zeitung

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