Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Schwerer VU auf der A3 19.02.2006

ALTDORF – Schwer verletzt wurde eine 21-jährige Neumarkterin bei einem Verkehrsunfall am 10.02.2006 auf der BAB A3, der sich unmittelbar in Höhe der AS Altdorf/Burgthann in Fahrtrichtung Regensburg ereignete.

Auf der teilweise schneebedeckten und spiegelglatter Fahrbahn kam sie mit ihrem Fiat Punto ins Schleudern und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Ein nachfolgender PKW Fahrer aus Nürnberg konnte nicht mehr ausweichen und touchierte den Fiat. Ebenfalls erfasste ein LKW-Fahrer die Situation zu spät und fuhr auf den Kleinwagen auf. Die junge Frau wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt, so dass die Feuerwehr Altdorf gegen 18.50 Uhr zur Personenrettung durch die PI Lauf alarmiert wurde.

Die Feuerwehr Altdorf rückte mit MZF, beiden LF 16/12 und RW2, sowie Dekon-P und Verkehrssicherungs-Anhänger (VSA) zur Einsatzstelle aus. Aufgrund ihrer Autobahnbereitschaft war das THW Lauf bereits an der Einsatzstelle und bereitete erste Maßnahmen zur Personenrettung vor. Weiterhin veranlasste das THW die Vollsperrung der Autobahn, so dass die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen gegen die Fahrtrichtung anfahren konnte.

Nachdem die Fahrerin schwer eingeklemmt war, wurde nach Erkundung der Lage und Rücksprache mit dem Rettungsdienst sofort die schonende Personenrettung eingeleitet. Neben dem Rettungssatz (Schere und Spreizer) kamen hierbei auch die hydraulischen Zylinder zum Einsatz. Parallel hierzu wurden Flutlichtstrahler samt Stative aufgebaut, um einerseits eine bessere Ausleuchtung der Einsatzstelle zu erreichen und andererseits eine weitere Unterkühlung der Patientin auszuschließen.

Nach der Entfernung des Fahrzeugdaches konnte die Fahrerin schließlich mit Hilfe der Schaufeltrage aus dem Fahrzeug befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Aufgrund der schweren Verletzungen wurde sie ins Klinikum Nürnberg-Süd verbracht.

Vermutlich hätte der Unfall für die 21-jährige wesentlich glimpflicher enden können, denn sie hatte nach Erkenntnissen der Verkehrspolizei den Sicherheitsgurt nicht angelegt.

Die Autobahn in Richtung Süden wurde etwa zwei Stunden komplett gesperrt. Bei der Ausleuchtung und Fahrbahnreinigung unterstützte das Technische Hilfswerk aus Lauf.

Eingesetzte Kräfte:
KBI Peter Schlerf
FF Altdorf mit MZF, 2 LF 16/12, RW 2, Dekon-P mit VSA
THW Lauf mit MZF, GKW
Rettungsdienst mit 2 RTW und NEF
Verkehspolizei Feucht mit mehreren Streifenwagen

Bericht: FF Altdorf
Fotos: THW Lauf

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