Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Festkommers bildete Festauftakt in Neunhof 26.04.2005

NEUNHOF (DB2) - Am Samstag, dem 23.04.2005 fand in den Räumlichkeiten der Firma Wiethaler in Neunhof der Festkommers der Feuerwehr Neunhof zum 125jährigen Bestehen der Wehr statt.

Der Festkommers bildete den Auftakt zu den Festlichkeiten, die vom 03. bis 05.06.2005 in Neunhof statt finden. Nachdem die Gäste eine Stärkung einnehmen konnten, begann um 20.00 Uhr der offizielle Teil des Festkommers. Vorstand Gerd Schmidt konnte neben zahlreichen Ehrengästen aus Politik und Feuerwehr auch Vertreter der Nachbarwehren und örtlichen Vereine, den Leiter der Polizeiinspektion Lauf, Herrn PHK Wittmann, sowie eine große Abordnung der Patenwehr aus Günthersbühl in der vollbesetzten und festlich geschmückten Halle begrüßen.

Schmidt ging am Anfang seiner Rede auf die Frage nach dem Sinn von vielen kleinen Feuerwehren ein, er sei nach einem Rückblick in die 125jährige Geschichte der Feuerwehr Neunhof jedoch davon überzeugt, dass das Vorhandensein von kleinen Feuerwehren Sinn mache. Neben Brand müssen die Feuerwehren immer mehr Technsiche Hilfe leisten und gerade die schnelle Hilfe vor Ort mache die kleinen Feuerwehren

unverzichtbar. "Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen leisten die Feuerwehren Hilfe am Nächsten und nur wenn die Feuerwehren und deren Mannschaft sich weiterhin im Kleinen engagieren, so wird es im Großen funktionieren", so Schmidt.

Im Anschluss an die Begrüßungsrede wurde den Anwesenden von Kommandant Peter Maier über Beamer ein kleiner Rückblick in die Geschichte und Entwicklung der Feuerwehr Neunhof gegeben. Von der Gründung der Wehr am 18.05.1880 mit einer Starthilfe von 400 Mark, über den wohl ersten Löscheimer, bis hin zu den ersten beiden Motorspritzen im Jahre 1951 wurde den Gästen die Geschichte nahe gebracht. Neben verschiedenen Großbränden in der 125jährigen Geschichte waren der 1964 errichtete Neubau des Gerätehauses, der außer den Materialkosten in kompletter Eigenleistung entstand, der Kauf einer neuen Fahne 1979, verschiedene Leistungsprüfungen, die Gründung einer Jugendgruppe 1989, die Einweihung des neuen Gerätehauses im Jahr 2000 und die Einweihung des neuen Löschgruppenfahrzeuges LF8/6 im Jahr 2001 die Meilensteine in der Geschichte der FF Neunhof.

Bürgermeister Rüdiger Pompl gratulierte der Feuerwehr Neunhof im Namen der Laufer und stellvertretend für Landrat Reich auch im Namen der Kreisbevölkerung. "125 Jahre Feuerwehr Neunhof sind eine bewegte Zeit die durch eine Konstante, die Motivation, getragen wurde um die Dorfgemeinschaft vor Feuer und anderen Katastrophen zu schützen", so Pompl. Wer bestehen wolle, müsse in der Freizeit üben um die moderne Technik zu beherrschen. Feuerwehrleute müssten nicht nur Tag und Nacht bereit sein, sondern auf Freizeit verzichten. Er zitierte den Innenminister des Freistaates Bayern, Dr. Günther Beckstein, der einmal sagte, dass man für das Geschenk der Ehrenamtlichkeit nicht genug danken könne. Er dankte der Feuerwehr Neunhof aber auch für die geleistete Jugendarbeit, die nicht nur die Ausbildung zum Ziel hat, sondern auch eine soziale Rolle spielt. In der Organisation Feuerwehr laufen Generationen zusammen und die Feuerwehren bilden somit den Motor der Gemeinschaft und bilden den guten Geist im Gemeinwesen. Für die Zukunft wünschte Pompl der Feuerwehr Neunhof ein
erfolgreiches Wirken und viel Glück und überbrachte von Kreis und Stadt noch eine kleine Geldspende.

Im Anschluss an die Grußworte des Bürgermeisters standen zahlreiche Ehrungen auf dem Programm. Neben staatlichen Ehrungen für 25- und 40jährige aktive Dienstzeit fanden noch vereinsinterne Ehrungen statt. Zudem wurden fünf Kameraden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Folgende aktive Feuerwehrdienstleistende und Vereinsmitglieder wurde geehrt.

10 Jahre aktiver Dienst 15 Jahre aktiver Dienst 20 Jahre aktiver Dienst
Daniel Pabst Uwe Greissel Günther Habermann
  Gerhard Windisch Stefan Mauthofer
     
25 Jahre aktiver Dienst * 30 Jahre aktiver Dienst 40 Jahre aktiver Dienst *
Gerhard Beyer Günther Schwarz Friedrich Bussmann
Norbert Beyer Fritz Gömmel Rudolf Meis
Siegfried Pickel    
Dietmar Arnet    
     
50 Jahre Vereinsmitglied 70 Jahre Vereinsmitglied Ernennung zum Ehrenmitglied
Georg Beyer Paul Engelhardt Konrad Ringler
Fritz Beyer   Hermann Schneider
Hans Greißel   Hans Höllerer
Fritz Sperber   Hermann Schmidt
Werner Greißel   Fritz Oed
Fritz Oed    
Adolf Steinbauer    
Horst Ziegler    

* staatliche Ehrung

 
Die Geehrten für 25 und 40 Jahre aktive Dienstzeit
Alle geehrten aktiven Kameraden
Ehrung für langjährige Mitgliedschaft im Verein
Ernennung zu Ehrenmitgliedern

In seiner Rede gratulierte Kreisbrandrat Bernd Pawelke im Namen aller Feuerwehren des Landkreises Nürnberger Land zum Jubiläum. Geburtstage sind Grund Bilanz zu ziehen, Geburtstage sind aber auch Grund auf einen Ausblick in die Zukunft. 125 Jahre Feuerwehr Neunhof bedeutet ca. 45800 Tage und somit 1,1 Millionen Stunden Dienst am Nächsten. Jeder sei bereit in seiner Freizeit für Übung und kameradschaftlichen Dienst einiges auf sich zu nehmen. Jeder Einzelne sei ebenfalls bereit, seine Gesundheit und sein Leben für die Allgemeinheit zu riskieren. "Aber die Feuerwehren stehen nicht nur für Organisation und Strukturen, sondern auch für Menschen und Persönlichkeiten. Dies gelte nicht nur für die Vergangenheit, was an den zahlreichen Ehrungen zu sehen sei, sondern auch in der Zukunft", so Pawelke. In Neunhof wurde in den letzten 125 Jahren viel für den Dienst am Nächsten und für die Kamerdschaft geleistet. Pawelke schloss seine Rede mit der Hoffnung, dass in Neunhof auch in Zukunft genügend erfolgreiche Rahmenbedingungen für eine weiterhin gute Leistung vorhanden sind.

Als Vertreterin der Patenwehr aus Günthersbühl richtete Vorständin Martina Rupp ihre Worte an die Anwesenden. Sie gratulierte im Namen der gesamten Feuerwehr Günthersbühl der Jubelwehr und lobte die Verbundenheit der Vereine, die bereits seit Beginn der Patenschaft im Jahre 1978 bestehen. Desweiteren erinnerte Sie an das Feuerwehrfest 2001 in Günthersbühl, wo sich einmal mehr zeigte, dass man sich auf die Patenwehr aus Neunhof verlassen könne. Damals übernahmen die Neunhofer Kameraden unter anderem die Verkehrsabsicherung während des Festzuges und unterstüzten die Günthersbühler Kameraden während des Festablaufes. Als Gastgeschenk erhielten die Neunhofer Kameraden eine Übungspuppe, welche die Übungen realistischer gestalten soll. Abschließend wünschte sie der Feuerwehr Neunhof bei der Ausrichtung ihres Festes alles Gute. Zum Dank für die jahrelange Freundschaft überreichte die Neunhofer Wehr den Paten aus Günthersbühl ein Fahnenband, welches an die Freundschaft erinnern soll.  

 
Die Kommandanten der Günthersbühler Wehr übergaben die "geschmückte" Übungspuppe   Die Günthersbühler Vorständin Martina Rupp und der Neunhofer Kommandant Maier mit dem neuen Fahnenband

Kreisbrandmeister Pinzer, der als federführender Kommandant der Stadt Lauf stellvertretend für die anderen Laufer Wehren an das Rednerpult trat, überbrachte die Grüße aller Laufer Wehren und gratulierte allen geehrten Kameraden. Ein Gastgeschenk konnte Pinzer leider nicht mitbringen, da dieses nicht rechtzeitig fertig wurde, jedoch wird es bei nächster passender Gelegenheit nachgereicht.

Für die Gemeinschaft der Neunhofer Vereine sprach Peter Pickelmann noch ein kurzes Grußwort und freute sich darüber, der Neunhofer Wehr für ihre Ausbildung im Namen aller fünf Ortsvereine einen Beamer übergeben zu können. Auch er wünschte einen erfolgreichen Festablauf.

Als letzter Redner trat ein Vertreter der Bullacher Wehr auf die Bühne und gratulierte ebenfalls zum Jubelfest. Er wünschte sich für die Zukunft eine weiterhin erfolgreiche und gute Zusammenarbeit ung überreichte den Neunhofer Kameraden einen Steinkrug.

Gegen 22.15 Uhr schloss Vorstand Schmidt den offiziellen Teil der Veranstaltung mit dem Hinweis, dass von Gastgeschenken am Fest abgesehen wurde und der verfügbare Betrag von 750 EUR an die Kirchengemeinde Beerbach geht, um die Renovierung der Orgel in der Neunhofer Kirche zu renovieren.

 

Für den musikalischen Rahmen sorgten der Gesangsverein 1848 Neunhof und der Gesangsverein Harmonie unter der Leitung von Franz Herzer.

Bericht und Fotos: KFV Online

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