Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

Zurück | Gesamtübersicht Berichte | Berichte 2005: Chronologisch Thematisch Einsatzberichte

 

Unwetter hielt Feuerwehren in Atem - jederzeit alles unter Kontrolle 18.02.2005

NÜRNBERGER LAND - Am 12.02.2005 hielten starke Regenschauer, Schmelzwasser und Windböen im Bereich des Landkreises die Feuerwehren in Atem, die Feuerwehren hatten jedoch zu jeder Zeit alles unter Kontrolle.

Bereits in den Mittagsstunden mussten die ersten Wehren zu Überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern alarmiert werden. Durch die weiter anhaltenden Regenschauer rückten die letzten Einsatzkräfte erst spät in der Nacht zum 13.02.2005 wieder ein. Laut Hochwassernachrichtendienst wurde am Pegel Lauf die Meldestufe 3 mit ca. 550 cm klar überschritten.

In Lauf mussten Bewohner an der Pegnitz durch die Feuerwehr verständigt werden. Ich Schwaig stürtzte ein Baum auf einen PKW, zudem wurden von einem Hochhaus Teile des Daches auf die Straße geschleudert. In Röthenbach an der Pegnitz wurden durch die Regenfälle mehrere Liter Heizöl aus einem Firmengelände in den Röthenbach geschwemmt (wir berichteten). Die Feuerwehr Röthenbach baute eine Ölsperre auf, weiterhin musste das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg und das Landratsamt Nürnberger Land verständigt werden. In vielen Ortschaften waren die Ortsdurchfahrten überflutet und zahlreiche Keller unter Wasser. Die Feuerwehren im Landkreis hatten jedoch zu jeder Zeit die Lage unter Kontrolle.

Einen Einsatzbericht erhielten wir von der der Feuerwehr Hüttenbach:

Insgesamt dreimal wurde die Freiwillige Feuerwehr Hüttenbach am 12. und 13.02.2005 alarmiert.
„Überschwemmung“, „Fahrbahnabsenkung“ und „Fahrbahnreinigung“ waren die Alarmstichworte.

Der längste und schwerste Einsatz war am Sonntagmorgen, dem 13.02.2005. In einer Stichstraße der Kaltenhofstraße wurde die Fahrbahn, die im oberen Teil der Straße nur durch befestigtem Schotter bestand, auf eine Länge von ca. 15m und eine Breite von teilweise 2m, 1,5m tief weggespült. An einer Stelle waren sogar der Kanal und Stromleitungen zu sehen.
Das Geröll wurde auf der Kaltenhofstraße über eine Länge von ca. 400m und der gesamten Fahrbahnbreite hinuntergeschwemmt.
Ursache für diese Gerölllawine war das herabfließende Schmelzwasser des Leller-Bergs und der immer stärker gewordenen Verschmutzung des Wassereinlasses durch Laub und Äste.
Aufgabe der Feuerwehr Hüttenbach war es, zusammen mit Mitarbeitern des örtlichen Bauhofes die Schadenstelle abzusichern und die verschmutze Fahrbahn zu reinigen. Dies geschah mit einem Traktor und vor allem durch viele fleißige Hände mit Schaufel und Besen. Die Kaltenhofstraße war zeitweise für den Verkehr gesperrt. Erschwert wurden die Arbeiten durch teilweise stark einsetzenden Schneefall. Der Einsatz dauerte fünf Stunden.

Der erste Alarm erfolgte aber bereits schon am Samstagnachmittag wegen einer Fahrbahn- überschwemmung ebenfalls in der Kaltenhofstraße. Im unteren Teil der Kaltenhofstraße wurden deshalb einige Häuser mit Sandsäcken vor dem Wasser geschützt. Auf Grund der enormen Wassermassen war die Abzweigung in den Birkensteinweg zeitweise gesperrt. Außerdem haben die Einsatzkräfte im Hopfenbeet den überlaufenden Straßengraben, der stark in Mitleidenschaft gezogen war, gereinigt.
Am späteren Samstagabend wurden dann unter dem Stichwort „Fahrbahnabsenkung“ die Freiwilligen Feuerwehren Oberndorf und Hüttenbach alarmiert. Es handelte sich aber „glücklicherweise“ nur um ein größeres Schlagloch. Im Anschluss an diesen Einsatz wurden dann die überschwemmten Stellen mehrmals kontrolliert.

Bericht: KFV-Online, FF Hüttenbach
Fotos und Grafik:
FF Hüttenbach, Hochwassernachrichtendienst


Zurück | Gesamtübersicht Berichte | Berichte 2005: Chronologisch Thematisch Einsatzberichte

Copyright © 2005 by Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Created by Michael Brunner, Bernd Haslinger, Florian Krüger