Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Truppmann-Ausbildung erfolgreich bestanden 04.05.2002

FEUCHT / SCHWARZENBRUCK / WINKELHAID (DB3) - Mit großem Interesse nahmen 28 Feuerwehrdienstleistende aus den Feuerwehren Altenthann, Feucht, Moosbach, Pfeifferhütte, Rummelsberg, Schwarzenbruck und Winkelhaid an der diesjährigen Feuerwehr-Grundausbildung zum Truppmann Teil 1 teil. In dem mehrwöchigen Lehrgang mit theoretischen und praktischen Unterrichtseinheiten bekamen sie das Wissen vermittelt, das sie für ihren Dienst in der Feuerwehr benötigen und auf das sie auch für zukünftige Aufgaben weiter aufbauen können. Nach einer Abschlussprüfung am letzten Lehrgangstag, die alle Teilnehmer erfolgreich bestanden, bekamen sie von Ausbildungsleiter Lothar Miederer ihr Zeugnis überreicht.

Die Feuerwehr-Grundausbildung wird seit Jahren in Form einer Ausbildungsgemeinschaft aller Feuerwehren der Gemeinden Feucht, Schwarzenbruck und Winkelhaid praktiziert und hat sich bestens bewährt, da die anfallenden Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden können und die Lehrgangsteilnehmer auf diese Art auch einen Einblick in andere Feuerwehren bekommen. Koordiniert wurde der Lehrgang in diesem Jahr erstmals vom Schwarzenbrucker Kommandanten Lothar Miederer, der zur Entlastung des bisherigen Ausbilders und Jugendbeauftragten KBM Volkmar Lachmann als neuer Ausbildungsleiter für die Lehrgänge Truppmann und Truppführer gewonnen werden konnte.

Bei der ersten praktische Übung wurden die Lehrgangsteilnehmer
mit den Fahrzeugen und den Geräten vertraut gemacht.

Nach intensiver Planung und Vorbereitung des Lehrgangs und der Aufteilung der zu schulenden Themen auf die einzelnen Ausbilder der beteiligten Feuerwehren konnte der Lehrgang am 5. März 2002 mit insgesamt 28 Teilnehmern aus den Feuerwehren Feucht, Moosbach, Schwarzenbruck, Winkelhaid, Rummelsberg, Altenthann und Pfeifferhütte starten. Miederer begrüßte die jungen Feuerwehrkameradinnen und - kameraden und erläuterte ihnen zu Beginn die enorme Wichtigkeit dieser Ausbildung für ihren Dienst in der Feuerwehr.

Demnach ist Ausbildung zum Truppmann laut der Feuerwehr-Dienstvorschrift FwDV2 das Mindestmaß an Ausbildung für ein Mitwirken bei allen Feuerwehraufgaben und hat das Ziel, allen Angehörigen von Freiwilligen Feuerwehren die gleiche Feuerwehr-Grundausbildung zu vermitteln und sie zum Einsatz als Truppmann in der Gruppe zu befähigen. Die Ausbildung zum Truppmann gliedert sich in 2 Teile: Teil 1 ist die hier beschriebene, 70 Ausbildungsstunden umfassende Feuerwehr-Grundausbildung, an die sich als Teil 2 eine zweijährige Tätigkeit im Einsatz- und Ausbildungsdienst der eigenen Feuerwehr anschließt. Erst wenn beide Teile der Ausbildung erfolgreich durchgeführt und jeweils mit einer Prüfung bestanden wurden, ist die Ausbildung zum Truppmann abgeschlossen. Danach stehen dem Truppmann eine Vielzahl von Möglichkeit der weiteren Entfaltung im Feuerwehrdienst offen, angefangen vom Truppführer über fachspezifische Lehrgänge wie Atemschutz-Geräteträger oder Maschinist bis hin zu Führungsfunktionen wie z.B. Gruppen- oder Zugführer oder sogar Leiter einer Feuerwehr.

In kleinen Gruppen bekamen die jungen Feuerkameraden Kenntnisse über Geräte der einfachen THL, im Heben von Lasten und im Umgang mit Motorsäge und Trennschleifer vermittelt.

Nach diesen Ausführungen wünschte Miederer allen Teilnehmern viel Erfolg und Durchhaltevermögen für die folgenden 14 Ausbildungseinheiten. Die in der FwDV 2/2 vorgeschriebenen Inhalte stammten aus allen Bereichen der Tätigkeitsfelder, mit denen die Truppmänner beim Einsatz der Feuerwehr konfrontiert werden können. Wenngleich auch anstrengend für die Teilnehmer, kommt man im Feuerwehrdienst nicht ohne theoretische Grundlagen aus. In den Unterrichten erfuhren sie deshalb etwas über die Rechte und Pflichten eines Feuerwehrdienstleistenden, die Persönliche Schutzausrüstung, Unfallverhütung und Gefahren der Einsatzstelle, Grundlagen über das Brennen und Löschen sowie den Umgang mit vorhandenen Gefahrstoffen sowie Allgemeines Taktisches Wissen mit Kartenkunde. Auch der Einsatz zum Sicherheitswachdienst bei Veranstaltungen gehört zu den Aufgaben der Feuerwehr, so dass diesem Thema ein Abend gewidmet war.

Zur THL-Ausbildung gehört auch das Erstellen einer Verkehrsabsicherung, der Aufbau von Beleuchtungsgerät und das Befreien von eingeklemmten Personen mit Spreizer und Schneidgerät.

Getreu dem Motto "Learning by Doing" wurde jedoch auch großer Wert auf die praktische Ausbildung gelegt und zu den jeweils zuvor theoretisch geschulten Thema praktische Übungen durchgeführt. Nach der Einweisung in die Fahrzeuge und den darauf verlasteten Geräten durchliefen die Teilnehmer in kleinen Gruppen mehrere Ausbildungsstationen, die von den erfahrenen Kameraden der beteiligten Feuerwehren geleitet wurden. Dort lernten sie den richtigen Einsatz von Rettungsgeräten wie tragbaren Leitern, Leinen und Sprungrettungsgeräten und erwarben Kenntnisse über Löschgeräte, Schläuche und wasserführenden Armaturen. Einen großen Teil der Übungen umfassten die Tätigkeiten der Gruppe im Löscheinsatz, wie sie bei der Bekämpfung von Bränden zum Einsatz kommt, wie auch den Vorgehen der Gruppe bei der Technischen Hilfeleistung mit hydraulischem Rettungsgerät wie Spreizer und Schneidgerät.

Die "Abschlussprüfung": Neben einen schriftlichen Teil (Bild oben links) musste in einer Gruppenübung der korrekte Aufbau zur Brandbekämpfung nach FwDV 4 vorgezeigt werden.

Nach soviel erlernten Wissen und Können stand am letzten Ausbildungstag, den 20. April 2002, schließlich noch die abschließende Prüfung auf den Programm. Im schriftlichen Teil musste ein Fragebogen mit Fragen rund um die zuvor behandelten Themen der Grundausbildung beantwortet werden. Im praktischen Teil mussten zwei Gruppenübungen - eine Übung zur Gruppe im Löscheinsatz nach FwDV 4 und eine zur Gruppe im Technischen Hilfeleistung nach FwDV 13 - absolviert werden. Nachdem alle Teilnehmer die Prüfung überaus erfolgreich bestanden hatten, bekamen sie von Ausbildungsleiter Lothar Miederer und Kreisbrandmeister Volkmar Lachmann im Beisein aller Ausbilder die Lehrgangszeugnisse überreicht. Miederer und Lachmann bedankten sich bei den Kameradinnen und Kameraden für deren Interesse und Durchhaltevermögen an dem doch sehr zeitintensiven Lehrgang und wünschten ihnen viel Erfolg bei der Anwendung des in diesem Lehrgang erlangten Wissens.

In der zweiten Gruppenübung mussten die Teilnehmer die Rettung einer Person aus einem Verunfallten Fahrzeug sowie die Vornahme des hydraulischen Rettungssatzes vorzeigen.

Einen besonderen Dank sprach Miederer auch allen an der Ausbildung beteiligten Ausbildern und den Feuerwehren aus, die ihr Gerätehaus, ihre Fahrzeuge und die Gerätschaften für die Ausbildung zur Verfügung gestellt hatten. Mit einen anschließenden gemeinsamen Mittagessen klang der diesjährige Lehrgang zum Truppmann Teil 1 aus.

Bei der Schlussbesprechung bedankten sich KBM Lachmann und Kommandant Miederer sowohl bei den Teilnehmern und auch bei den Ausbildern.

Erfolgreich am Lehrgang teilgenommen haben:

FF Altenthann Stefan Beyer, Markus Bogner, Werner Eckersberger, Christian Prottengeier, Christina Schaudig, Verena Schmaußer
FF Feucht Florian Caser, Christoph Schäning, Michael Schmidt
FF Moosbach Michael Abel, Ken Marks
FF Pfeifferhütte Florian Jörg
FF Rummelsberg Jakob Bierlein, Anna-Lena Büsch, Martin Deinzer, Thomas Goschenhofer, Markus Hamacher, Rebecca Köhler, Armin Röder, Nico Theile
FF Schwarzenbruck Tobias Ditz, Nadja Pielmann, Martina Schönfuß, Beate Schönfuß, Vera Thiele, Christian Willner
FF Winkelhaid Sebastian Mederer, Florian Pöllot

 

Download Gruppenbilder:

Gruppenbild mit Ausbilder (155 kB)
Gruppenbild ohne Ausbilder (165 kB)

 

Bericht: KFV Online
Fotos: KFV Online, Ulli Lang (FF Feucht)

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